The Hateful 8 | Film-Review

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Hallo ihr Lieben!

Am Wochenende ging es für mich und meinen Freund wieder einmal ins Kino. Dieses Mal haben wir uns ‚The Hateful 8‘ ausgesucht. Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich die Vorschau am Anfang nicht so recht verstanden habe. Und auch die Tatsache, dass es ein Quentin Tarantino Film ist, hat mich zuerst etwas abgeschreckt. Aber nachdem ich mir den Inhalt durchgelesen hatte, MUSSTE ich ihn einfach sehen. Im Kino angekommen, ließ ich auch direkt mal mein ganzes Popcorn fallen *KopfgegendieWand* … Aber mein Freund war so lieb und teilte seins mit mir, außerdem hatten wir auch noch Nacchos und Gummibärchen dabei, ist ja nicht so, als hätten wir uns für die 3 Stunden nicht ausgerüstet 😀 Ob mir der Kinofilm trotzdem gefallen hat, könnt ihr im Folgenden nachlesen.

Inhalt

Im verschneiten Wyoming trifft eine Kutsche auf zwei Reisende, die schutzsuchend vor dem aufziehenden Schneesturm eine Mitfahrgelegenheit erbitten. Der zuerst sehr misstrauische Kopfgeldjäger John Ruth lässt den angeblich baldigen Sheriff von Red Rock, Chris Mannix, und den Ex-Soldat Marquis Warren zu sich und seiner Gefangenen Daisy Domergue in die Kutsche einsteigen. Auf Domergue ist ein Kopfgeld von 10.000$ ausgesetzt, Ruth will sie in Red Rock hängen sehen.
Aufgrund des immer heftiger werdenden Schneesturms werden sie jedoch zu einer Pause gezwungen. Minnies Miederwarenladen bietet da die perfekte Möglichkeit. Doch sie treffen dort nicht auf Minnie und ihre Angestellten, sondern auf 4 geheimnisvolle Männer. Nachdem sich anfangs noch alle gut verstehen, wandelt sich die Situation bald und jeder misstraut jedem. Eins ist klar: Jemand spielt ein falsches Spiel und will Domergue zur Flucht verhelfen. Doch wer?

Details

Genre: Western, Drama, Thriller
Jugendfreigabe: FSK 16
Länge: 167 Minuten
Erscheinungsdatum: 28. Januar 2016
Regie/Drehbuch: Quentin Tarantino
Schauspieler: Samuel L. Jackson, Kurt Russell, Jennifer Jason Leigh, Walton Goggins, Michael Madsen, Tim Roth, Demian Bichir, Bruce Dern

Meine Meinung

Wie ich schon oben erwähnt habe, bin ich bei Quentin Tarantino Filmen eher vorsichtig. Kill Bill beispielsweise finde ich absolut schrecklich. Auf die 3 Meter Fontänen Blut ist jedoch bei diesem Film verzichtet worden- Gott sei Dank-, sodass es einigermaßen realistisch wirkt.
Der Film ist in 2 Teile gespalten und eine 15 minütige Pause vorgesehen. Der erste Teil des Filmes ist eher ein Einstieg, man lernt die Figuren kennen, wodurch es zuerst sehr dialoglastig ist. Im zweiten Teil jedoch gehts richtig los, die Blutspritzer werden gefühlt jede Minute mehr.
Wieder ganz Quentin Tarantino mäßig ist der Film in mehrere Kapitel eingeteilt. Ich persönlich finde sie hier ein wenig unnötig, sie unterbrechen die Handlung und entschleunigen das Ganze, was ich ein wenig schade finde.
Ich habe mich ein wenig an das Krimi-Spiel Cluedo erinnert gefühlt. Man will unbedingt herausfinden, wer die Wahrheit sagt, was mit Minnie passiert ist und wer ein falsches Spiel spielt. Man fiebert und rätselt mit. Wer entkommt hinterher? Was passiert mit Daisy Domergue? Wer verbündet sich mit wem? Einige unvorhergesehene Wendungen inklusive.
Die Schauspieler spielen ihre Rollen glaubwürdig und die Geschichte ist sehr einfallsreich. Auch wenn es ein sehr blutiger Film ist, ist mit den Special Effects nicht allzu sehr übertrieben worden. Außerdem finde ich es schon echt mutig den kompletten Außendreh in einer echten Schneelandschaft zu absolvieren. Mir war zwischendurch beim Anblick der Bilder auch wirklich kalt 😀
Lustige Passagen gab es jedoch auch, was den Film ein wenig aufgelockert hat und wodurch ich ihn nicht als reinen Thriller/Western bezeichnen würde.
Trotz einer Länge von 3 Stunden und der Tatsache, dass die Handlung in nur einer Kullisse spielt, habe ich mich keine Minute gelangweilt gefühlt.
Jedoch kann ich den Film niemandem mit schwachem Magen empfehlen. Mir persönlich ist an zwei Stellen ein wenig schlecht geworden und das obwohl ich mit sowas eigentlich nie Probleme habe. Mich wundert, dass der Film eine Jugendfreigabe von 16 Jahren hat, bei der ganzen Gewalt hätte ich ihn eher mit FSK 18 eingestuft.

Wer das Rätselraten liebt und eine Vorliebe für Filme hat, die irgendwo zwischen Western, Drama und Thriller liegen und sehr viel Blut beinhalten, für den ist dieser Film genau das Richtige. Drei Stunden voll mit Spannung und einer Story, die einem lehrt, dass man nicht alles glauben sollte, was andere einem erzählen.

Den Trailer und zusätzliche Infos findet ihr hier.

Habt ihr den Film schon gesehen oder habe ich euch jetzt neugierig gemacht? Wie findet ihr ihn?

6 Gedanken zu „The Hateful 8 | Film-Review

    • Wie gesagt, am Anfang wird viel geredet, aber insgesamt ist es ein wirklich spannender Film, den ich nur empfehlen kann. Wenn du Tarantino magst, wirst du den bestimmt auch mögen 🙂 Und so richtig Westernhaft… naja, die Leute sind halt der Zeit entsprechend angezogen und es kommen Pistolen und Gewehre von früher zum Einsatz, aber mit reitenden Cowboys oder so kommt eigentlich nicht wirklich etwas vor 😀 ich mag die klassischen Western auch nicht, aber er ist sehr gut 🙂
      Sag mir Bescheid, wie deine Entscheidung ausgefallen ist 🙂
      Liebe Grüße 🙂

      Gefällt 1 Person

  1. Ich hab The Hateful 8 schon zwei Mal geguckt – einmal auf Englisch und dann auf Deutsch. Eine der wenigen Tarantino-Filme, wo ich sagen kann, dass er den Hype wert ist.
    Geniale Dialoge, interessante Charaktere, packende Story, wunderbarer Soundtrack von Ennio Morricone und eine der besten Darbietungen von Samuel L. Jackson, die ich je gesehen habe.

    Als Film-Fan definitiv ein Muss! 🙂

    Gefällt 1 Person

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